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    Lehrstuhl für deutsche Philologie, Ältere Abteilung

    Hoder, Manuel

    Manuel Hoder

    Institut für deutsche Philologie
    Lehrstuhl für deutsche Philologie, Ältere Abteilung
    Am Hubland
    97074 Würzburg
    Raum: 4 E 7
    Telefon: +49 932 31 83612

    Sprechstunde: nach Vereinbarung

     


     

     

     

    Wissenschaftlicher Werdegang

               seit 04/2021 

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Institut für deutsche Philologie, Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Lehrstuhl: Prof. Dr. Regina Toepfer)

               10/2019–03/2020

    Lehrbeauftragter am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Goethe-Universität Frankfurt am Main

               10/2016–09/2021

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik, TU Braunschweig 

               10/2010–09/2016

    Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

                * 1989

     

    Funktionen und Ämter

               seit 04/2022

    Mittelbauvertretung am Institut für deutsche Philologie, JMU Würzburg

               seit 10/2021

    Bibliograph des Bulletin Bibliographique der Internationalen Artusgesellschaft (https://bias.internationalarthuriansociety.com/)

               04/2017–07/2021

    Redaktion der Zeitschrift Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung des Mediävistenverbandes e.V. [gemeinsam mit Wiebke Ohlendorf] 

    Mitgliedschaften

    – Deutsche Gesellschaft für Ästhetik

    – Deutscher Germanistenverband

    – Internationale Artusgesellschaft

    – Internationale Vereinigung für Germanistik

    – Mediävistenverband

    – Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft

     

     

    Interessens- und Forschungsschwerpunkte

    – Poetologie, Rhetorik, Narratologie

    – Mittelhochdeutsche Epik (bes. Artusroman)

    – Produktionsästhetik (bes. Kompilieren)

    – Literarische Heraldik

    – Antikerezeption und Antikenübersetzungen

     

    Abgeschlossenes Dissertationsprojekt

    Wortgewandte Wappen. Inszenierungsformen des Heraldischen in der mittelalterlichen Literatur (1170-1300)

                

    Trotz ihrer komplexen Ästhetik sind Wappen eine Quellengattung, deren Erforschung lange Zeit auf historisch-biographische Zugriffe eingeengt gewesen ist. Entsprechend sind die unzähligen literarischen Wappenmotive der mittelhochdeutschen höfischen Literatur bislang, wenn überhaupt, stark unter Gesichtspunkten der Identifikation und Genealogie betrachtet worden. Durch die ihnen innewohnende Intermedialität, Performanz und Narrativität beherbergen heraldische Zeichen als ästhetische und poetische Artefakte aber ein Bedeutungspotential, das über die rein mediale Vermittlung von personaler Identität hinausgeht.

    Das Dissertationsprojekt beabsichtigt, dieses Potential ‚wortgewandter Wappen‘ durch einen kultursemiotisch-diskursanalytischen Ansatz sichtbar zu machen. Angestrebt ist eine kulturwissenschaftliche Öffnung der Heraldik im Bereich der höfischen Literatur und Kultur, komplementär zur bisher identifikatorisch-genealogisch ausgerichteten Forschung. In einem ersten Teil wird hierfür aus literarischen Zeugnissen ein systematischer Überblick über poetische Redeweisen, Verweis- und Bedeutungszusammenhänge und diskursive Formationen des Heraldischen in der höfischen Literatur geliefert. Der zweite Teil widmet sich dann drei besonderen Texten und Poetiken des Heraldischen im 'Prosalancelot', in Konrads von Würzburg 'Turnier von Nantes' und in Ulrichs von Etzenbach 'Wilhalm von Wenden'.

    Vorträge (Auswahl)

    2022

    Rad und Runde. Ambivalenz und Vereindeutigung in der Eingangsminiatur der Leidener Wigalois-Handschrift (27. Germanistentag: ‚Mehrdeutigkeiten‘, Universität Paderborn)

    Translatio loci. Aneignungsstrategien des Raums in Matthias Ringmanns Erstübersetzung der Werke Caesars (Julius der erst Römisch Keiser, 1507/08) (Übersetzungsräume – Raumübersetzungen. 4. Jahreskonferenz des SPP 2130: ‚Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit‘, Universität Göttingen)

    Arthurische Kompilationspoetiken. Jüngerer Titurel, Rappoltsteiner Parzival, Das Buch der Abenteuer (Workshop 'Kompilationen - Sammlungen - Exzerpte' des Graduiertenkollegs 2196 'Dokument - Text - Edition', Bergische Universität Wuppertal)

    2021

    ane wâfen und ane gewant wirt daz herze dicke erkant. Diskursivierungsformen des Literarisch-Heraldischen in der mittelalterlichen Literatur (Mediävistisches Oberseminar, JLU Gießen)

    Zur Symbolordnung des Rittertums in Johannes Rothes 'Ritterspiegel' (XVII. Altgermanistisches Colloquium am Hesselberg)

    Text - Wappen - Bild. Erzähl- und Denkformen des Heraldischen in der mittelalterlichen Literatur (Graduiertentag des Kollegs 'Mittelalter und Frühe Neuzeit', JMU Würzburg)

    The language of blazon. Literary heraldry in Medieval German Literature (1150–1350) (MLA Annual Convention, Toronto)

    2020

    Spalten und Fügen. Elemente einer heraldischen Poetik des Prosa-Lancelot (Mediävistisches Oberseminar, TU Braunschweig)

    2019

    Hinter dem Schema. Zeitästhetiken in der sog. Spielmannsepik (OrendelHerzog Ernst B) (Germanistentag 2019, Universität des Saarlandes, Saarbrücken) [gemeinsam mit Nadine Lordick] 

    Alls in ain summ zu pringen. Ulrich Füetrers Buch der Abenteuer (Ringvorlesung 'Klassiker der Frühen Neuzeit', TU Braunschweig)

    Poetik der Kompilation. Nachahmung und Kreativität in den Artusromanen des Pleiers (Kreative Prozesse im Mittelalter. 18. Symposion des Mediävistenverbandes, Eberhard Karls Universität Tübingen)

    Riesen auf den Schultern von Zwergen. Strategien der Selbstautorisierung in der Krone Heinrichs von dem Türlin (Erntezeit? Der Umgang mit Epigonalität im Artusroman und in der Artusforschung. Tagung der dt.-öst. Sektion der Internationalen Artusgesellschaft, Schloss Rauischholzhausen bei Marburg)

    2018

    Julius Cesar binn ich genant, Durch sundre manheit weit bekant. Rezeptionslenkung in Matthias Ringmanns Straßburger Caesar-Übersetzungen (1507/08) (Antiken- und Ovidrezeption in Mittelalter und Früher Neuzeit, TU Braunschweig)

    Aesthetics and poetics of literary heraldry in Medieval German literature (New Directions in Medieval German Studies, Trinity College, University of Cambridge)

    Spielregeln des Feierns. Die Festszenen beim Pleier (Interdisziplinäres Kolloquium der Universitäten Bamberg, Bayreuth, Gießen, Chemnitz, Karlsruhe und Braunschweig 2017, Otto-Friedrich-Universität Bamberg)

    2017

    Wappen beim Wort nehmen. Narrative Dimensionen des Heraldischen im Garel von dem blühenden Tal des Pleiers (XIV. Altgermanistisches Colloquium am Hesselberg)

    Ästhetik der Beschleunigung. Die Verzeitlichung der Zeit in Daniel Kehlmanns Mahlers Zeit (Vortragsreihe 'Wissenschaft und Populärkultur', TU Braunschweig)

     

    Aufsätze

    8. Lieben, Dichten und Blasonieren. Zum Minneleich des Wilden Alexander. In: GRM [bei den Hrsg.]

    7. Text - Wappen - Bild. Ikonographie und Poetik des Heraldischen im Wigalois Wirnts von Grafenberg und im Bildprogramm der Leidener Handschrift. In: Cora Dietl, Christoph Schanze u. Friedrich Wolfzettel (Hgg.): Artusroman und Bildlichkeit. Berlin, New York 2022 (Schriften der Internationalen Artusgesellschaft 17) [im Druck]

    6. [gemeinsam mit Cora Dietl und Christoph Schanze] Artusroman und Bildlichkeit. Eine Skizze zur Einführung. In: Cora Dietl, Christoph Schanze u. Friedrich Wolfzettel (Hgg.): Artusroman und Bildlichkeit. Berlin, New York 2022 (Schriften der Internationalen Artusgesellschaft 17) [im Druck]

    5. Das mediävistische Rezensionswesen im digitalen Zeitalter. In: Das Mittelalter 26/1 (2021), S. 243-253 [online]

    4. Kompilation und Kreativität. Compilatio als produktionsästhetisches Verfahren im Spiegel mediävistischer Forschung. In: Volker Leppin (Hg.): Schaffen und Nachahmen. Kreative Prozesse im Mittelalter. Berlin, New York 2021 (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Beihefte 16), S. 9-25.

    3. Kompilation - Selbstautorisierung - Epigonalität. Zum poetologischen Programm der Krone Heinrichs von dem Türlin. In: Cora Dietl, Christoph Schanze u. Friedrich Wolfzettel (Hgg.): Jenseits der Epigonalität. Selbst- und Fremdbewertungen im Artusroman und in der Artusforschung. Berlin, New York 2020 (Schriften der Internationalen Artusgesellschaft 15), S. 105-139

    2. Heterotopien des Feierns. Das Schlussfest in den Artusromanen des Pleiers. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 142/1 (2020), S. 53-78.

    1. Kanonische Adaptation. Beschreibungen von Ding und Figur in Heinrichs von Veldeke Eneasroman. In: Regina Toepfer (Hg.): Klassiker des Mittelalters. Hildesheim, Zürich, New York 2019 (Spolia Berolinensia 38), S. 83-115 [online]

     

    Rezensionen

    4. Birgit Zacke u. a. (Hgg.): Text und Textur. WeiterDichten und AndersErzählen im Mittelalter (BmE Themenheft 5). In: Das Mittelalter 26/1 (2021), S. 284-286 [online]

    3. Rachel Raumann: Kompilation und Narration. Ulrich Füetrers Buch der Abenteuer als epische Literatur-Geschichte. In: Arbitrium 38/2 (2020), S. 153-157.

    2. Lena Oetjens: Amicus und Amelius im europäischen Mittelalter. Erzählen von Freundschaft im Kontext der Roland-Tradition. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 149/1 (2020), S. 99-104.

    1. Torsten Hiltmann, Laurent Hablot (Hgg.): Heraldic Artists and Painters in the Middle Ages and Early Modern Times. In: Das Mittelalter 23/2 (2018), S. 458-460.

     

    Lehrveranstaltungen seit dem WS 2016/17 (Braunschweig, Frankfurt, Würzburg):

    – Caesar und Kaiser: Historische Herrschergestalten in der mittelalterlichen Literatur (Aufbauseminar: WS 22/23)

    – Der Welsche Gast Thomasins von Zerklaere (Übung: SS 21)

    – Die Dietrichepik im Spiegel ihrer sprachlichen Überlieferung (Aufbauseminar: WS 18/19)

    – Die historischen Sprachstufen des Deutschen (Proseminar: SS 17, SS 18, 2x SS 19, WS 19/20, 2x SS 20, 1x WS 20/21, 1x SS 21)

    – Einführung in das Mittelhochdeutsche (Übung: SS 21, 2x SS 22, WS 22/23)

    – Heinrich von Veldeke - Eneasroman (Proseminar: WS 16/17)

    – Konrad von Würzburg: Kleinere Werke (Aufbauseminar: WS 21/22)

    – Mittelalterliche Poetiken (Aufbauseminar: WS 19/20)

    – Pleier: Garel von dem blühenden Tal (Übung: SS 22)

    – Sangspruchdichtung (Proseminar: WS 17/18)

    – Wirnt von Grafenberg - Wigalois (Proseminar: WS 20/21)