piwik-script

Intern
    Institut für deutsche Philologie

    Pressemitteilung (03.05.2018)

    Mit Marion Poschmann unterwegs zu den „Kieferninseln“ – ein literarischer Japanabend in der Universitätsbibliothek

    Gast bei den traditionsreichen Würzburger Werkstattgesprächen ist in diesem Sommer die in Berlin lebende Lyrikerin, Romanautorin und Essayistin Marion Poschmann, die zuletzt auch als der „bekannteste Geheimtipp“ der jüngeren deutschen Literatur bezeichnet wurde. Sie liest am 13.6.2018 um 19:30 Uhr in der Universitätsbibliothek am Hubland. Der Eintritt zur Lesung ist frei. 

    Ihr jüngster Roman „Die Kieferninseln“ landete im vergangenen Herbst auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wird im Zentrum des Abends stehen. In ihm wird die Geschichte einer Reise erzählt, die ein deutscher Bartforscher und ein japanischer Selbstmordaspirant auf den Fußspuren des klassischen Dichters Matsuo Bashō zu den im Norden Japans liegenden, höchst pittoresken Kieferninseln unternehmen. Seit Marion Poschmanns mehrmonatigem Stipendienaufenthalt in der Villa Kamogawa in Kyoto im Jahr 2014 spielt dieses Land gleich auf mehreren Ebenen ihres Werks die unterschiedlichsten Rollen. Und so werden die Auszüge aus dem Roman mit thematisch eng verwandten Gedichten aus ihrem jüngsten Lyrikband „Geliehene Landschaften“ und einem Essay zu japanischen Gärten zu einem Abend verbunden, an dem wir einem künstlerischen deutschen Blick auf das japanische Verhältnis von Natur und Kultur folgen dürfen.

    Zur Autorin:
    Marion Poschmann stammt aus Essen und studierte in Bonn und Berlin Germanistik, Slawistik und Philosophie. Sie lebt als Lyrikerin, Romanautorin und Essayistin in Berlin. Im Jahr 2002 erschienen sowohl ihr erster Roman „Baden bei Gewitter“, als auch ihr erster Gedichtband „Verschlossene Kammern“. Weitere Romane und Gedichtbände folgten, und 2016 erschien ihr poetologischer Essayband „Mondbetrachtung in mondloser Nacht“. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, so etwa im Jahr 2004 mit einem Villa-Massimo-Stipendium, 2011 dem Peter-Huchel-Preis und dem Ernst-Meister-Preis sowie dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis im Jahr 2013. 2017 erhielt sie den Preis für Nature Writing und jüngst den Berliner Literaturpreis 2018. Wie schon zuvor „Die Sonnenposition“ aus dem Jahr 2013 gelangten auch „Die Kieferninseln“ im Jahr 2017 auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises. Der Gedichtband „Geliehene Landschaften“, aus dem sie in Würzburg ebenfalls liest, war 2016 als eine von fünf Neuerscheinungen im Bereich der Belletristik für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.