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    Lehrstuhl für deutsche Sprachwissenschaft

    Tagung des Arbeitskreises HiGeWiS (Historische Gelehrten- und Wissenschaftssprachen)

    CFP als PDF: hier

    Geschichte der Fach- und Wissenschaftssprachen

    Identität, Differenz, Transfer

    Zeit und Ort: Do 12.10.2017 bis Fr 13.10.2017 in Würzburg

    DasInteresse ander Geschichtevon Fach-,Gelehrten-undWissenschaftssprachen besitzteinedeutlicheinterdisziplinäreBasis.EsspeistsichausverschiedenenQuellenundMotivationen.UmnurvierKonstellationenzunennen:SprachwissenschaftlichistdieallmählicheHerausbildungbestimmterfunktionalgeprägterVarietäteneinerSprachevongroßerBedeutung.DazugehörenauchdieAustauschprozesse,diesichmit der ZeitzwischendiesenVarietätenundderjeweiligenStandardspracheergeben.Wissenschaftsgeschichtlichkommendieerkenntnistransportierendenund-formierendenPotenzialederSpracheindenBlick.JenachDisziplinbesitztdiesprachlich-kommunikativeSeitederWissenschaftmehroderwenigerRelevanzfürdenErkenntnisprozess.GesellschaftsgeschichtlichstehtdiegruppenkonstituierendeKraftderSprachezurDebatte.WeralsGelehrterundFachmannhandelt,greiftaufverschiedenesymbolisch-kommunikativeMittelzurück,durchdiedieSphärederGelehrsamkeitvonanderensozialen Bereichen zugleich separiert und konstituiertwird. Literaturgeschichtlich sind die Überschneidungen zwischen literarisch-künstlicher Imagina­tion und wissenschaftlicher Arbeit von Interesse. Dabei können vor allem die lexikalischen und metaphorischen Wechselwirkungen analysiert werden, die sich im Laufe der Zeit zwischen Wissenschaft und Literatur ergeben haben.

    TrotzderteilweiserechtunterschiedlichenPerspektiven,dieinderinterdisziplinärenArbeitzumTragenkommen,stellensichinallenForschungsrichtungeneinigegrundsätzlicheFragen,diemitderExistenzvonFach-undWissenschaftssprachenundihrenSchnittstellenzutunhaben.DazulassensicheinigeLeitfragenformulieren,dieunterdenBegriffenIdentität,DifferenzundTransfergefasstwerdenkönnen.SiebildendenthematischenSchwerpunktdergeplantenTagung:

    • Identität:WasmachtzueinembestimmtenZeitpunktdenkonzeptionellenKerneinerbestimmtenFach-undWissenschaftsspracheaus?DurchwelchesprachlichenundsymbolischenMittelundFunktionspotenzialeistdieserKerninwelcherArtundWeiseausgezeichnet?InwelcherHinsichtwerdendabeispezifischemorphologische,lexikalische,syntaktische,textlicheundpragmatischeEinheitengenutzt?WelcheEnt­wicklungen,InstitutionenundPersönlichkeitenwaren für dieHerausbildungdieses Kernsverantwortlich?Wiehat ersich imLaufederZeitentwickeltund verändert?
    • Differenz:WasunterscheideteinebestimmteFach-undWissenschaftssprachevonanderenFach-undWissenschaftssprachensowievonanderennicht-funktionalgeprägtenSprachvarietäten?WielässtsichdasProfilderverschiedenenfunktionalenSprachformeninvergleichender Sichtnähercharakterisieren?Wiehabensichdie verschiedenen SprachformenmitderZeitentwickeltundvoneinander abgegrenzt?WelcheRollespieltendabeiunterschiedlicheAusgangssprachen wieLatein,Deutsch,FranzösischoderEnglisch?
    • Transfer:WelcheAustauschprozessekönnenzuverschiedenenZeitenzwischenbe­stimmtenFach-undWissenschaftssprachenbeobachtetwerden?WelchehistorischenKonstellationenunddisziplinäre oderpersönlicheMotivationenwarenfürsolche AustauschprozessevonentscheidenderBedeutungundwiehabensiesichaufdieArbeitindenjeweiligenWissenschaftenausgewirkt?AufwelcheArt undWeise haben solche Bewegungendie GestaltderFach- und Wissenschaftssprachenwomöglichbis heute beeinflusst?

    DieseFragestellungensindaufvielfältigeWeisemiteinanderverbunden.InjedemFallsindsiedazugeeignet,dashistorischeProfilderGelehrten-,Fach-undWissenschaftssprachennachdrücklichzuerhellenunddieteilweiserechtverstreuteForschunganeinemfestumrissenenPunktzubündeln.DasprädestiniertsiefürdieBearbeitungaufeinerTagung,dieimSchnittfeldverschiedenerwissenschaftlicherDisziplinenangesiedeltist(Sprach­wissenschaft,Philologie,Wissenschaftsgeschichte,Soziologie, Philosophieu.a.).

    Bitte reichen Sie Ihre Vortragsvorschläge bis zum 31. März 2017 via E-Mail an Sven Staffeldt (sven.staffeldt@uni-wuerzburg.de) ein. Die Abstracts sollten in deutscher Sprache abgefasst und kurz, aber aussagekräftig sein.


    Prof. Dr. W. Peter Klein