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Intern
    Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte

    Max

    PD Dr. Katrin Max

    Universität Leipzig
    Institut für Germanistik
    D-04081 Leipzig

    Zur Zeit Vertretung einer Professur für Neuere deutsche Literatur am Institut für Germanistik der Universität Leipzig.

    Sprechstunde in Würzburg: nach Vereinbarung per E-Mail.

    Sprechstunde in Leipzig: nach Vereinbarung per E-Mail.

    Mitglied des Hauptherausgeber-Gremiums

    Thomas Mann

    Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke - Briefe - Tagebücher

    Der S. Fischer Verlag gibt derzeit in Zusammenarbeit mit dem Thomas-Mann-Archiv in Zürich eine neue Ausgabe der Werke Thomas Manns heraus. Die kommentierte Ausgabe umfasst das literarische wie essayistische Schrifttum ebenso wie Briefe und Tagebücher.

    Weitere Informationen, Editionsplan

    seit 04/2016 Vertretung einer W2-Professur für Neuere deutsche Literatur (Schwerpunkt KJL) am Institut für Germanistik der Universität Leipzig
    02/2016 Abschluss des Habilitationsverfahrens durch Antrittsvorlesung
      Titel der Habilitationsschrift: "Bürgerlichkeit und bürgerliche Kultur in der Literatur der DDR"
    2010–2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Wissenschaftliche Assistentin (ab 2011) am Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte (Universität Würzburg, Institut für deutsche Philologie)
    2007–2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Geschichte der Palliativmedizin“ (Universität Würzburg, Institut für Medizingeschichte)
    07/2007 Promotion zur Dr. phil.
      Titel der Dissertationsschrift: "Niedergangsdiagnostik. Zur Funktion von Krankheitsmotiven in Thomas Manns Roman 'Buddenbrooks'"
    2003–2007 Promotionsstudium am Promotionskolleg der Philologischen Fakultät der Universität Leipzig
    1996–2002 Studium der Germanistik/Allgemeinen Sprachwissenschaft in Leipzig und Lund/Schweden
    1993–1996 Berufstätigkeit als MTA (Forschungslabors der Medizinischen Klinik, Universität Leipzig, Endokrinologie bzw. Nephrologie)
    1990–1993 Berufsausbildung zur medizinisch-technischen Laborassistentin

    Aktuelle Forschungsschwerpunkte und -interessen:

    • Literatur um 1900
    • Thomas Mann
    • Literatur und Medizin
    • Kinder- und Jugendliteratur
    • Literatur der DDR

    Abgeschlossene Projekte:

    Panel Germanistentag 2019

    Erlesene Zeiten – Literarische Sozialisation und Zeiterfahrung in der Kinder- und Jugendliteratur

    26. Deutscher Germanistentag, 22. bis 25. September 2019 in Saarbrücken

    Panel im Themenschwerpunkt 2: Repräsentationen von Zeit

    Leitung: PD Dr. Katrin Max

    Die Vermittlung von Zeit, Zeiterfahrung und Zeitlichkeit spielt in einer Reihe von Werken der Kinder- und Jugendliteratur eine große Rolle. Texte wie Michael Endes Momo oder Jules Vernes Reise um die Erde in 80 Tagen gehen inhaltlich-thematisch auf Fragen zur Zeit ein, lassen diese in der erzählten Handlung als Gestaltungselement wirksam werden und stellen darüber hinaus Reflexionen über die Zeit an, die den kindlichen Rezipienten Ansatzpunkte für weiterführende Deutungen des Gehörten bzw. Gelesenen bieten. In Entsprechung zur kindlichen Erlebniswelt sind es hierbei sowohl realistische als auch fantastische Welten, die die beschriebenen Zeitphänomene illustrieren. Des Weiteren finden sich gerade für jüngere Kinder erläuternde Texte zur Einteilung der Zeit bzw. zur Schilderung von Zeitabläufen, wobei eine Vermittlung von chronometrischer wie kalendarischer Zeit erfolgt (z.B. Antje Damm: Alle Zeit der Welt, oder historisch: Arnim/Brentano: Ammen-Uhr).

    Indem all diese Aspekte von Zeit dem Kind mithilfe von literarischen Texten näher gebracht werden, ist zu fragen, welche Bedeutung dem spezifisch Literarischen hierbei zukommt. Wie erfolgt durch die literarische Sozialisation die Vermittlung der Kategorie Zeit, und auf welche Weise ist das im Text jeweils konkret realisiert? Diese Frage ist für das konzipierte Panel zentral. Es soll gezeigt werden, dass die Literatur nicht nur durch explizite Thematisierungen Aspekte von Zeit vermittelt, sondern dass hierbei vor allem spezifisch literarische Techniken und Operationen die Grundlage bilden. Dadurch erfolgt eine Form der kindlichen Lesesozialisation, die in Anlehnung an „Literacy“-Konzepte beschrieben werden kann. Gemäß dieser Ausrichtung bietet das Panel die Plattform für entsprechende Vorträge. Einzeltextanalysen sind ebenso erwünscht wie Überblicksdarstellungen, die wiederum synchrone oder diachrone Perspektivierungen vornehmen können. Unter Fokussierung auf narrative Aspekte ist dabei zu überlegen, auf welche Weise in der Kinder- und Jugendliteratur Besonderheiten zu verzeichnen sind, etwa was das gehäufte Auftreten von Rahmenerzählungen betrifft (zur Darstellung der unterschiedlichen Zeitebenen), in welchem Umfang Analepsen und Prolepsen vorkommen, oder auch, wie es sich mit den Relationen von erzählter Zeit und Erzählzeit verhält. Ausgehend von konventionalisierten Formeln (wie jenem „Es war einmal …“ des Märchens) ist darüber hinaus zu thematisieren, welche sonstigen sprachlichen Realisierungen zur Verdeutlichung von zeitlichen Aspekten in den kinderliterarischen Texten vorhanden sind.

    Programm


    Neuerscheinung (2018)

    Katrin Max

    Bürgerlichkeit und bürgerliche Kultur in der Literatur der DDR

    535 Seiten

    ISBN 978-3-7705-6332-8, € 148,00

    Verlag Wilhelm Fink, Paderborn

    [zugl. Habilitationsschrift, Universität Würzburg]

    Auch in jüngerer Zeit noch ist die literaturwissenschaftliche Forschung darauf fokussiert, in der DDR-Literatur vornehmlich Lebenswelten arbeiterlicher Milieus gespiegelt zu finden. Eine intensive Auseinandersetzung mit den Texten erweist jedoch, dass darüber hinaus Aspekte des Bürgerlichen von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind. Elemente von Bürgerlichkeit und bürgerlicher Kultur sind auf der inhaltlichen Ebene ebenso zu erkennen wie hinsichtlich der vermittelten geistesgeschichtlichen und sozialhistorischen Kontexte. Außerdem treten sie formal z. B. durch Gattungskonventionen und bestimmte literarische Schreibweisen in Erscheinung. Das wird im vorliegenden Buch anhand eines umfangreichen Textkorpus nachgezeichnet. Beginnend bei den Aufbauromanen der frühen 1950er Jahre wird die Frage der Bürgerlichkeit im 20. Jahrhundert im Kontext der DDR-Literaturgeschichte neu perspektiviert. Neben spezifischen Transformationen sind dabei vor allem die Kontinuitäten von Belang.

    Inhaltsverzeichnis


    DFG-Netzwerk 

    Empirisierung des Transzendentalen. Epistemologische Voraussetzungen und Erscheinungsformen der Moderne in Wissenschaft, Literatur und Kunst um 1900

    Leitung: Jun.-Prof. Dr. Benjamin Specht (Universität Stuttgart) und Dr. Philip Ajouri (Deutsches Literaturarchiv Marbach)

    Laufzeit: 2014-2017

    Workshop an der Universität Würzburg vom 30.06. bis 02.07.2016 zum Thema

    Vom Wissen über die Sprache zur ,Sprache als Kunst'. Formen, Probleme und Folgen der linguistischen Empirisierung des Transzendentalen

    (Organisation: PD Dr. Katrin Max)

    Hier finden Sie das vollständige Programm sowie die Einladung zu den Abendvorträgen.


    Workshop

     

    Das Wissen der DDR-Literatur: Ansätze einer wissensgeschichtlich akzentuierten Literaturgeschichte

     

    13. und 14.10.2017

    Leuphana Universität Lüneburg

    Was weiß die DDR-Literatur? Welche szientifischen oder kulturellen Wissensbestände hat sie produktiv anverwandelt und welches Wissen hat sie dabei selbst hervorgebracht? Fragen nach der Beziehung zwischen Literatur und Wissen bzw. Wissenschaft stehen seit vielen Jahren im Fokus der Literatur- und Kulturwissenschaft, allerdings sind sie für den Gegenstandsbereich der DDR-Literatur bislang kaum gestellt worden. Das mag zum einen daran liegen, dass auf der DDR-Literatur noch immer der Ruf einer staatstragenden Literatur lastet, die nur die ‚halbe Wahrheit‘ gesagt hat. Zum anderen geriet die Verflechtungsgeschichte zwischen der DDR-Literatur und den Wissenschaften bislang kaum in den Blick einer stark politisch-sozialgeschichtlich ausgerichteten DDR-Literaturforschung.

    Der Workshop möchte Ansätze für eine Neukontextualisierung der DDR-Literaturgeschichte erarbeiten, indem er der Bedeutung szientifischer sowie kultureller Wissensbestände für die DDR-Literatur nachgeht. Der Begriff des ‚Wissens‘ wird dabei bewusst weit gefasst, sodass nicht nur Verflechtungen zwischen der DDR-Literatur und den (Natur-)Wissenschaften aufzudecken sind, sondern auch die Beziehung der DDR-Literatur zu politisch aufgeladenen kulturellen Wissensdiskursen wie jenen der Arbeitswelt. Willkommen sind darüber hinaus theoretisch fokussierte Beiträge, die den wissensgeschichtlichen Ansatz mit Blick auf die DDR-Literatur reflektieren oder mit anderen Ansätzen vergleichen.

    Der Workshop knüpft an die Diskussionen einer von Katrin Max organisierten Tagung an (vgl. Tagungsband „Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung“, Würzburg 2016). Perspektivisch dient der Workshop dazu, ein themenorientiertes Netzwerk zu schaffen, das sich mit der Literatur der DDR (auch in Wechselwirkung mit der bundesdeutschen und den sozialistischen Literaturen) unter dem Gesichtspunkt ihrer literarhistorischen Rekonstruktion beschäftigt.

    Organisation und Konzeption: Dr. Angela Gencarelli (Lüneburg), PD Dr. Matthias Aumüller (Wuppertal), PD Dr. Katrin Max (Leipzig)

    Programm


    Neuerscheinung (2016)

    Katrin Max (Hg.)

    Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung

    388 Seiten

    ISBN 978-3-8260-5436-5, € 49,80

    Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg

    Die DDR-Literatur-Forschung hat sich seit dem Ende des historischen Staates DDR mit der Frage auseinanderzusetzen, auf welche Weise von nun an literaturwissenschaftliche Betrachtungen ihres Forschungsgegenstandes möglich seien. Verschiedene Debatten, die unmittelbar nach der politischen Wende 1989/90 geführt wurden und die zum Teil so weit reichten, die Existenz einer Kategorie ‚DDR-Literatur‘ überhaupt in Zweifel zu ziehen, zeugen von dem Bemühen um Neuorientierung und Standortbestimmung in jenen Jahren. Heute, gut ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung, ist eine gewisse Konsolidierung erkennbar. Die zeitliche Distanz erlaubt nicht zuletzt eine Neuausrichtung, wobei die forschungsgeschichtlichen Traditionslinien aufgegriffen werden und im Sinne aktueller germanistischer Fragestellungen ihre eigenen Akzentuierungen erfahren. Der vorliegende Band zeigt mit seinen Beiträgen, dass das Forschungsgebiet DDR-Literatur gegenwärtig äußerst attraktiv ist, erlaubt es doch – aufbauend auf den in den 1990er Jahren erarbeiteten Positionen – sowohl eine Fortführung der tradierten Schwerpunkte als auch eine Öffnung hin zu erweiterten Themen mit neu vorgenommenen Bezügen.

    Inhaltsverzeichnis


    Panel Germanistentag (26.09.2016)

    Narrative Ethik – Ethik des Narrativen? Ein neuerlicher Blick auf das Verhältnis von Literatur und Medizin  

    25. Deutscher Germanistentag, 25. bis 28. September 2016 in Bayreuth

    Panel im Themenschwerpunkt 7: Erzählen als Kulturtechnik

    Leitung: Dr. Katrin Max (Würzburg)

    Dass Narrationen in Psychiatrie und Medizin eine bedeutungstragende Funktion zugesprochen werden kann, ist seit geraumer Zeit hinlänglich bekannt. Die Vielzahl von Forschungsarbeiten zum Thema belegt das Interesse an der Frage, inwiefern narrative Komponenten nicht nur der Vermittlung, sondern gerade auch der Generierung von Wissen im medizinischen Bereich dienen können. Dabei wurde und wird berücksichtigt, dass es oftmals Aspekte von Narration sind, die hierbei sinnkonstituierend wirken. Es ist festzuhalten, dass das Erzählen als Kulturtechnik innerhalb der modernen Medizin einen festen Platz inne hat. Dies im Blick, wird das konzipierte Panel innerhalb des o.g. Themenschwerpunktes die Bedeutung narrativer Elemente innerhalb der Medizin aus einer spezifischeren Perspektive heraus beleuchten. Es soll danach gefragt werden, auf welche Weise Narrationen und narrative Elemente innerhalb der Medizin nicht allein Wissen vermitteln bzw. generieren, sondern auch ethische Aspekte aufgreifen, indem sie diese thematisieren, explizieren und am konkreten Beispiel illustrieren. Darüber hinaus wird zu zeigen sein, dass sich die Medizinethik mit Hilfe der Narration fallweise der Frage nach dem ethisch-moralisch vertretbaren Handeln widmet und so den Schwerpunkt auf das jeweils mögliche „Tunsollen“ (Joisten 2007) legt. Dies geschieht zudem mit Blick auf die ökonomischen und sonstigen Rahmenbedingungen, deren Einbezug in die Entscheidungsfindung ebenfalls unter Nutzung narrativer Vermittlungsformen erfolgt. Als Konzept aus anderen Disziplinen (Philosophie bzw. Theologie) übernommen, kann die ‚Narrative Ethik‘ innerhalb der Medizin mittlerweile als etabliert gelten. Bemerkenswert ist dabei der Bezug zur Tradition der medizinischen Fachwissenschaft, über die Narration Entscheidungshilfen zu nutzen. Zu den Möglichkeiten, auf die Erzählung als Kulturtechnik zur Anamnese, Diagnosefindung bzw. zur Therapie zurückzugreifen, tritt nunmehr innerhalb der Medizinethik das Moment, erzählend zur Entscheidungsfindung zu gelangen. Überlegungen zur „Moral von der Geschicht“ werden so in den medizinischen Bereich transferiert.

    Programm


    Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung

    Workshop

    25. und 26. Oktober 2013

    Senatssaal (Raum 210), Sanderring 2, 97070 Würzburg

    Der Workshop fragt nach Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung. Er bietet dabei nicht allein die Gelegenheit zur Vorstellung konkreter Forschungsprojekte, sondern versteht sich darüber hinaus auch als Plattform zur Diskussion aktueller Entwicklungen innerhalb der Literaturwissenschaft mit Blick auf den Gegenstand DDR-Literatur und – nicht zuletzt – als Möglichkeit, neben den inhaltlichen Fragen auch methodische und theoretische Aspekte zu erörtern.

     Flyer mit Programm


    Neuerscheinung (2013)

    Katrin Max (Hg.)

    Wortkunst ohne Zweifel? Aspekte der Sprache bei Thomas Mann

    249 Seiten

    ISBN 978-3-8260-5161-6, € 29,80

    Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg

    Thomas Mann gilt vielen als Meister der Sprachbeherrschung und Formulierkunst. Nicht nur innerhalb der Literaturwissenschaft wird er als Autor einer gepflegten Sprache angesehen, deren unmittelbar vermittelnde Funktion von ihm nicht hinterfragt wird. Mit Blick auf den historischen Kontext scheint dies allerdings verwunderlich, sind doch die verschiedenen Strömungen der Literatur um 1900 geprägt von einer grundsätzlichen Sprachskepsis. Die daraus resultierende Suche nach alternativen Ausdrucksmöglichkeiten und neuen Formen ist charakteristisch für die literarische Moderne und zieht sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Der vorliegende Band geht der Frage nach, wie Thomas Manns Werk vor diesem Hintergrund zu betrachten ist. Die einzelnen Beiträge spannen den Bogen vom Frühwerk bis zum Doktor Faustus und belegen aus jeweils unterschiedlicher Perspektive, dass Thomas Manns Verhältnis zur Sprache nicht derart ungebrochen ist, wie es die konstatierte Sprachmeisterschaft vermuten lässt, sondern dass er sich vielmehr gerade durch seine Wortkunst als Autor eines ausgeprägten und in diesem Sinne modernen Sprachbewusstseins auszeichnet.

    Inhaltsverzeichnis


    Neuerscheinung (2013)

    Liegekur und Bakterienrausch. Literarische Deutungen der Tuberkulose im Zauberberg und anderswo

    358 Seiten, € 46,00

    ISBN 978-3-8260-4876-0

    Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg

    Die Tuberkulose ist eine Krankheit, die wie kaum eine andere zum Gegenstand literarischer Betrachtungen wurde. Vor allem Texte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts nehmen dabei sowohl Aspekte der zeitgenössischen Fachmedizin als auch Konzepte der prämikrobiologischen Ära in den Blick. So finden sich in Fontanes "Effi Briest" ebenso wie in Klabunds expressionistisch geprägten Texten Verweise auf die vormoderne Konstitutionslehre, die jeweils unterschiedliche interpretative Möglichkeiten eröffnen. Thomas Manns "Zauberberg" hingegen erschließt sich vor allem im Kontext der zeitgenössischen Tuberkulosemedizin, wobei z. T. sehr spezifische Bezüge zu den großen Themen des Romans auszumachen sind (z. B. zu Philosophie, Musik, Psychoanalyse, Zeit und Topographie). Der "Zauberberg" thematisiert aber auch vormoderne Krankheitskonzepte - etwa wenn die "spukhaften" Ereignisse im Kapitel "Fragwürdigstes" vor dem Hintergrund der Temperamentenlehre und mit Blick auf "Effi Briest" und den darin verhandelten Chinesenspuk erzählt werden. Bestimmte Metaphorisierungen wie die des bakteriell bedingten Rausches finden sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, wie aus dem Film "Einer trage des anderen Last" (1988) ersichtlich ist.

    Inhaltsverzeichnis


    Wortkunst ohne Zweifel? Aspekte der Sprache bei Thomas Mann

    Tagung der jungen Thomas Mann-Forscher am 11. und 12. Mai 2012 in Würzburg

    Dass Thomas Mann als Meister der Formulierfähigkeit und Sprachbeherrschung gilt, wird selten in Frage gestellt. Nicht nur innerhalb der Thomas Mann-Forschung wird er als Autor einer gepflegten Sprache geschätzt.

    Diese konstatierte Sprachmeisterschaft scheint allerdings insbesondere mit Blick auf den historischen Kontext verwunderlich. Schließlich ist es nicht allein Hugo von Hofmannsthal, der in seinem Chandos-Brief 1902 das Defizitäre der sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten beklagte und damit exemplarisch für die Sprachkrise um 1900 steht; auch die verschiedenen literarischen Strömungen jener Zeit sind geprägt von einer grundsätzlichen Sprachskepsis. Die daraus resultierende Suche nach alternativen Ausdrucksmöglichkeiten und neuen literarischen Formen ist charakteristisch für die literarische Moderne und zieht sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.

    Wie ist das Werk Thomas Manns vor diesem Hintergrund zu betrachten? Ist Manns Orientierung "an klassischen Mustern" tatsächlich derart ungebrochen, dass seine Texte als "Fortsetzung und Vollendung des poetischen Realismus" anzusehen sind (Karthaus) und er selbst damit als "letzter und bedeutender Anwalt" des 19. Jahrhunderts gelten kann (W. Jens)? Oder zeichnet er sich nicht gerade durch die Art und Weise der Sprachverwendung als Autor der literarischen Moderne aus? Finden sich Bezüge zur Sprachkrise der Zeit um 1900, und inwiefern sind die von ihm gewählten sprachlichen Formen als Ausdruck bestimmter Semantisierungen im Sinne neuartiger Bedeutungszuschreibungen anzusehen? Diesen und weiteren Fragen will die Tagung der jungen Thomas Mann-Forscher nachgehen.

    Flyer mit Programm


    Dissertationsschrift

    Niedergangsdiagnostik. Zur Funktion von Krankheitsmotiven in "Buddenbrooks"

    Thomas-Mann-Studien Band 40

    Frankfurt/Main: Klostermann 2008.

    412 Seiten. Ln € 49.-

    ISBN 978-3-465-03557-2  

    In "Buddenbrooks" wird der Verfall einer Familie aus verschiedenen Perspektiven dargestellt. Die medizinisch-biologische Dimension verdient dabei besondere Aufmerksamkeit. Nur im Kontext zeitgenössischer Degenerationskonzepte ist zu verstehen, warum sich der Niedergang der Buddenbrooks auf die geschilderte Art und Weise vollzieht. Das medizinische Wissen der Zeit bietet dabei nicht nur Erklärungen für die mannigfaltigen Erscheinungsformen des Verfalls - es ist auch zum Verständnis der Ursachen unabdingbar. Im Sinne der stark anthropologisch orientierten Entartungstheorien der Zeit hat Johann Buddenbrook sich eines moralischen Fehlverhaltens schuldig gemacht und dadurch einen Degenerationsprozess in Gang gesetzt, der in Folge zum irreversiblen Schicksal der Nachgeborenen wird. Mit dem Fortschreiten dieses gesetzmäßig inszenierten Niedergangs des Biologischen erschließt sich der Roman zunehmend in mythologischen Kontexten.

    Medizinische Aspekte stehen im Text nicht isoliert. Durch ihre vielfältigen Bezüge ermöglicht ihre Berücksichtigung bei der Interpretation des Romans vielmehr neue Einsichten. So weist der biologische Verfall auffallende Parallelen zu Schopenhauers Erblichkeitskonzeption auf, gemäß der der Wille über den Vater und der Intellekt über die Mutter weitergegeben wird. Ferner kann die religiös-moralische Komponente des Degenerationsgeschehens im Kontext der Lübecker Katechismen gedeutet werden. Nietzsches Forderung einer Übertragung ins Bürgerliche wird dabei auch im Hinblick auf die biblische Geschichte entsprochen, so dass sich der Roman nicht zuletzt als – freilich ironisch reflektiertes – Erbsünden-Exempel erweist.

    Inhaltsverzeichnis

    Monographien

    (3) Bürgerlichkeit und bürgerliche Kultur in der Literatur der DDR. Paderborn: Fink 2018.

    (2) Liegekur und Bakterienrausch. Literarische Deutungen der Tuberkulose im „Zauberberg“ und anderswo. Würzburg: Königshausen & Neumann 2013.

    (1) Niedergangsdiagnostik. Zur Funktion von Krankheitsmotiven in „Buddenbrooks“ (= Thomas-Mann-Studien 40). Frankfurt/Main: Klostermann 2008.

    Edition

    (1) [Hauptherausgeber-Gremium] Thomas Mann: Große kommentierte Frankfurter Ausgabe. Werke – Briefe – Tagebücher. Hg. von Heinrich Detering u.a. Frankfurt/Main: S. Fischer 2002ff.

    Herausgeberschaft

    (2) Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung. Würzburg: Königshausen & Neumann 2016.

    (1) Wortkunst ohne Zweifel? Aspekte der Sprache bei Thomas Mann. Würzburg: Königshausen & Neumann 2013.

    Aufsätze

    (34) Beispiele des Generationenromans in der DDR der 1950er und 1960er Jahre. In: Grugger, Helmut (Hg.). Handbuch Familienroman. Der Generationenroman in der Moderne. Berlin: De Gruyter 2021 (angenommen).

    (33) Die Aufgabe der Erziehung. Niederschläge der 68er Bewegung in der Kinderliteratur der DDR (Mosaik: Amerika-Serie, Stengel/Schrader: So ein Struwwelpeter). In: Gansel, Carsten (Hg.). Hans Werner Richter, die Gruppe 47 und die 68er Bewegung. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2021 (angenommen).

    (32) Der Sonderweg des Künstlers. Thomas Manns Bürgerlichkeit. In: Schilling, Erik (Hg.): Thomas Manns „Betrachtungen eines Unpolitischen“ nach 100 Jahren. Neue Perspektiven und Kontexte (= Thomas-Mann-Studien 55). Frankfurt/Main: Klostermann 2020 (im Druck).

    (31) Krankheit als Prüfstein der Systeme. Medizinisches Wissen in der Literatur der DDR. In: Gencarelli, Angela (Hg.). Das Wissen der DDR-Literatur. Berlin: de Gruyter 2020 (im Druck).

    (30) Dokumentiert – protokolliert – ästhetisiert? Narrative Verfahren in Irina Liebmanns „Berliner Mietshaus“ (1982). In: Gansel, Carsten (Hg.). Dokumentarisches Erzählen – Erzählen mit Dokumenten in Literatur, Theater und Film (9. Hans Werner Richter-Literaturtage Bansin). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2020 (im Druck).

    (29) Die Wahrheit der Provinz. Zur literarischen Funktionalisierung der Kleinstadt in den Romanen Christoph Heins – vor und nach der Wende. In: Weiland, Marc/Nell, Werner (Hg.). Kleinstadtliteratur. Bielefeld: Transcript 2020. S. 455-473.

    (28) Das Erbe von Weimar und der Realismus der Bürgerlichen. Zur Rezeption Thomas Manns in der DDR.  In: Thomas Mann Jahrbuch 32 (2019). S. 37–56.

    (27) Robert Koch und Rudolf Virchow im Dokudrama: Robert Koch, der Bekämpfer des Todes (1939) – Berühmte Ärzte der Charité (1981-83) – Charité (2017). In: Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen 13 (2018), S. 135–168.

    (26) Im Zweifel schwinden. Nachdenken über Christa T.s Krankheit. In: Erdbrügger, Torsten/Probst, Inga (Hg.). Verbindungen. Frauen – DDR – Literatur. Berlin: Frank & Timme 2018. S. 163–179.

    (25) Literarische Heilkunst. Ansichten und Einsichten der Krankheit in Thomas Manns Der Zauberberg. In: Etudes Germaniques 72 (2017). H. 4. S. 665-690.

    (24) Volksverbundene Naturmagie und operative Parteilichkeit. Zur Konzeption der Ballade in der DDR. In: Bartl, Andrea/Erk, Corina/Hanauska, Annika/Kraus, Martin (Hg.). Die Ballade. Neue Perspektiven auf eine traditionsreiche Gattung. Würzburg: Königshausen & Neumann 2017. S. 363–382.

    (23) Inszenierte Nähe und fiktive Verwandtschaft. Thomas Manns Darstellungen als Autor der „Buddenbrooks“. In: Thomas Mann Jahrbuch 30 (2017). S. 71–85. 

    (22) Die Ironie des alten Meisters. Goethes Balladen „Der Schatzgräber“ und „Der Zauberlehrling“. In: Petersdorff, Dirk von/Ewen, Jens (Hg.). Konjunkturen der Ironie – um 1800, um 2000. Heidelberg: Winter 2017. S. 169–194.

    (21) Die Seele als "krankheitbildende Macht". Zur Rezeption Georg Groddecks bei Thomas Mann und Uwe Tellkamp. In: Vorträge der Tagung "Das Es in Zeiten von Unvernunft. Georg Groddeck zum 150.". Berlin 2016 (URL: http: //georg-groddeck.de/de/GGzum150DieVortraege).

    (20) Antizipation des culture-bound syndrome? Kulturell bedingte Prägung der Wahrnehmung von Krankheit im ausgehenden 19. Jahrhundert am Beispiel der Hysterie. In: KulturPoetik 17 (2017). S. 100-121.

    (19) Integration als Camouflage? Karnevaleske Rollen und biologisch-geographische Verschiebungen in Christoph Heins Roman Landnahme (2004). In: Hardtke, Thomas/Kleine, Johannes/Payne, Charlton  (Hg.). Niemandsbuchten und Schutzbefohlene. Flucht-Räume und Flüchtlingsfiguren in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Göttingen: V & R Unipress 2017. S. 239–255.

    (18) Fern von "Bürgerwonne und Goldschnittgemüt". Theodor Storm, Thomas Mann und die Schwierigkeit, das ‚Bürgerliche‘ zu definieren. In: Detering, Heinrich/Ermisch, Maren/Wißkirchen, Hans (Hg.). Bürger auf Irrwegen. Tagung in Husum und Lübeck 2015 (= Thomas-Mann-Studien 52). Frankfurt/Main: Klostermann 2016. S. 11–27.

    (17) Auf der Suche nach der Rebellion. Bürgertums-Imitatio als Adoleszenzerfahrung in der DDR-Literatur der 1970er Jahre (Plenzdorf, Brock, Kunze). In: Tommek, Heribert/Steltz, Christian (Hg.). Vom Ich erzählen. Identitätsnarrative in der Literatur des 20. Jahrhunderts. Frankfurt/Main: P. Lang 2016. S. 165–186.

    (16) Den Aufstand erzählen. Christoph Heins Deutungen des 17. Juni 1953 in Der fremde Freund (1982) und Landnahme (2004). In: Günther, Friederike/Hien, Markus (Hg.). Geschichte in Geschichten. Würzburg: Königshausen & Neumann 2016, S. 237–262.

    (15) Zur Standortbestimmung der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung. In: Max, Katrin (Hg.). Tendenzen und Perspektiven der gegenwärtigen DDR-Literatur-Forschung. Würzburg: Königshausen & Neumann 2016. S. 11–33.

    (14) Fiebrige Leidenschaft. Die gesteigerte Libido der Tuberkulösen als epochenübergreifende Metapher in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. In: Specht, Benjamin (Hg.). Epoche und Metapher. Systematik und Geschichte kultureller Bildlichkeit. Berlin: de Gruyter 2014. S. 255-279.

    (13) Herauf zu den Heruntergekommenen. Hans Castorps Zauberberg-Reise als Höllenfahrt. In: Hamm, Joachim/Robert, Jörg (Hg.). Unterwelten. Modelle und Transformationen. Würzburg: Königshausen & Neumann 2014. S. 227-246.

    (12) Über das Verschwinden der Utopie und den Missbrauch in der Geschichte. Individuelle Erfahrung und politisches Schicksal in Volker Brauns "Unvollendete Geschichte" und Christoph Heins "Der fremde Freund". In: KulturPoetik 14 (2014). S. 70-93.

    (11) Traditionelle Werte in einer neuen Zeit? Die Darstellung des bürgerlich-intellektuellen Milieus im Roman der Aufbau- und Ankunftsliteratur. In: Löffler, Katrin (Hg.). Der 'neue Mensch'. Ein ideologisches Leitbild der frühen DDR-Literatur und sein Kontext. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2013. S. 120-132.

    (10) Thomas Manns Sprache. 'Unsägliches' und 'Selbstvers-tändliches'. In: Max, Katrin (Hg.). Wortkunst ohne Zweifel? Aspekte der Sprache bei Thomas Mann. Würzburg: Königshausen & Neumann 2013. S. 7-17.

    (9) "Ein Chinese, find' ich, hat immer was Gruseliges". Spukhaftes in Fontanes "Effi Briest" und Thomas Manns "Der Zauberberg". In: Robert, Jörg/Günther, Friederike F. (Hg.). Poetik des Wilden. Festschrift für Wolfgang Riedel. Würzburg: Königshausen & Neumann 2012. S. 337-362.

    (8) Deutsch-deutsche Traditionspflege. Überlegungen zu Uwe Tellkamps Roman Der Turm. In: Blawid, Martin/Henzel, Katrin (Hg.). Poetische Welt(en). Festschrift für Ludwig Stockinger. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2011. S. 211-223.

    (7) Weihnachtliches vom Zauberberg. Medizinische und religiöse Aspekte des Totentanz-Kapitels. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift 135 (2010). S. 2574-2578.

    (6) Unheilbar verliebt. Zur Deutung von Krankheit und Liebe in Thomas Manns Erzählung „Die Betrogene“ und dem Roman „Der Zauberberg“. In: Jahrbuch Literatur und Medizin 3 (2009). S. 67-88.

    (5) Tradition und Innovation. Medizinische Konzepte und ihre Vertreter in Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 28 (2009). S. 197-221.

    (4) Erbangelegenheiten. Medizinische und philosophische Aspekte der Generationenfolge in Thomas Manns Roman „Buddenbrooks“. In: Bohnenkamp, Björn/Manning, Till/Silies, Eva-Maria (Hg.). Generation als Erzählung. Neue Perspektiven auf ein kulturelles Deutungsmuster. Göttingen: Wallstein 2009. S. 129-147.

    (3) Literarische Texte in der Medizingeschichte: Klabunds Erzählung „Die Krankheit“. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 27 (2008). S. 164-202.

    (2) „…an Allem sind bloß die Nerven schuld“. Thomas Manns „Buddenbrooks“ im Kontext von Paul Julius Möbius’ „Die Nervosität“. In: Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde 12 (2006). S. 243-264.

    (1) „…Gott sei Dank, daß es nicht die Lunge war!“ Krankheitskonzepte in Thomas Manns Tristan als Elemente kulturellen Wissens. In: Lörke, Tim/Müller, Christian (Hg.). Vom Nutzen und Nachteil der Theorie für die Lektüre. Das Werk Thomas Manns im Lichte neuer Literaturtheorien. Würzburg: Königshausen und Neumann 2006. S. 197-211.

    Handbuchartikel

    (6) Okkulte Erlebnisse. In: Detken, Anke/Kindt, Tom/Sina, Kai (Hg.). Zauberberg Handbuch. Stuttgart: Metzler 2021 (in Vorbereitung).

    (5) Das Foucaultsche Pendel (Il pendolo di Foucault). In: Schilling, Erik (Hg.). Umberto Eco Handbuch. Stuttgart: Metzler 2021 (angenommen).

    (4) Über Kunstwerk und Wirklichkeit. In: Hilmes, Carola/Nagelschmidt, Ilse (Hg.). Anna Seghers Handbuch. Stuttgart: Metzler 2019 (im Druck).

    (3) Philosophie. In: Mattern, Nicole/Neuhaus, Stefan (Hg.). Buddenbrooks Handbuch. Stuttgart: Metzler 2018. S. 189–194.

    (2) Der Zauberberg. In: Blödorn, Andreas/Marx, Friedhelm (Hg.). Thomas Mann Handbuch: Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart: Metzler 2015. S. 32–42.

    (1) Die Betrogene. In: Blödorn, Andreas/Marx, Friedhelm (Hg.). Thomas Mann Handbuch: Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart: Metzler 2015. S. 145f.

    Rezensionen

    (7) Engelhardt, Dietrich von/Wißkirchen, Hans. Von Schillers „Räubern“ zu Shelleys „Frankenstein“. In: Jahrbuch Literatur und Medizin 1 (2006). S. 237-239.

    (6) Jagow, Bettina von/Steger, Florian. Literatur und Medizin. Ein Lexikon. In: Deutsche Bücher. Berlin: Weidler 36 (2006). S. 216-218.

    (5) Christoph Gellner: Schriftsteller lesen die Bibel. In: Deutsche Bücher. Berlin: Weidler 36 (2006). S. 70-73.

    (4) Anja Schonlau. Syphilis in der Literatur. In: Deutsche Bücher. Berlin: Weidler 35 (2005). S. 254-257.

    (3) Regine Anacker: Aspekte einer Anthropologie der Kunst in Gottfried Benns Werk. In: Deutsche Bücher. Berlin: Weidler 35 (2005). S. 65-68.

    (2) Peter Blume: Fiktion und Weltwissen. In: Deutsche Bücher. Berlin: Weidler 35 (2005). S. 56-60.

    (1) Eva-Monika Turck. Fotografie wird Literatur. In: Deutsche Bücher. Berlin: Weidler 34 (2004). S. 229-232.

    Sonstige Schriften

    (1) "Krankheit ist nicht vornehm". Wie Thomas Mann im "Zauberberg" die Tuberkulose entromantisierte [Interview mit Karoline Laarmann]. In: RöKo heute. Ausgabe 3. 30. Mai 2014. S. 10.

    Aktuelle Lehrveranstaltungen

    Aktuelle Lehrveranstaltungen an der Universität Leipzig

    Hinweis: Meine Lehrveranstaltungen werden im Sommersemester 2020 in Form von E-Learning-Kursen angeboten.

    SS 20 Vorlesung "Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur"
      Seminar "Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur"
      Seminar "Kinderliteratur und Moderne"
      Forschungskolloquium "Kinder und Jugendliteratur im Kontext der neueren Erzählforschung"

    Bisherige Lehrveranstaltungen

    Universität Leipzig

    WS 19/20 Vorlesung "Einführung in die Literaturtheorie"
      Einführungskurs "Literatur der Moderne: Dramen- und Erzähltextanalyse"
      Forschungskolloquium "Literaturwissenschaft und Linguistik"
      Forschungskolloquium "Literatur und Gesellschaft"
    SS 19 Vorlesung "Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur"
      Seminar "Zeit, Zeiterfahrung und Zeitlichkeit in der Kinder- und Jugendliteratur"
      Seminar "Adaptionen in der Kinder- und Jugendliteratur"
      Forschungskolloquium "Autor, Vermittler, Erzähler ... Instanzen der Erzählung in der Kinder und Jugendliteratur"
      Forschungskolloquium "Kultbücher"
    WS 18/19 Einführungskurs "Prosa und Drama der Aufklärung"
      Seminar "Erzählen in der Literatur um 1900"
      Forschungsseminar "Literatur und Sozialgeschichte"
      Forschungskolloquium "Thomas Mann: Tendenzen der neueren Forschung"
    SS 18 Vorlesung "Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur"
      Seminar "Unterwegs: Reisen als Motiv der Jugendliteratur"
      Seminar "Kinder- und Jugendliteratur der DDR"
      Forschungskolloquium "Strategien narrativer Vermittlung in KJL und Erwachsenenliteratur"
    WS 17/18 Einführungskurs "Lyrik und Drama des Sturm und Drang "
      Seminar "Das Drama in der Literatur um 1900"
      Forschungsseminar "Literatur im nervösen Zeitalter "
      Forschungskolloquium "Fragen der Epochenbildung "
    SS 17 Vorlesung "Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur"
      Seminar "Kinder- und Jugendtheater"
      Seminar "Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund"
      Forschungsseminar "Der Zauberberg"
      Forschungskolloquium "Literatur und Medizin"
    WS 16/17 Einführungskurs "Lyrik und Epik um 1900"
      Seminar "Die Ballade"
      Forschungsseminar "Umberto Eco"
      Forschungskolloquium "Begriff und Konzepte der literarischen Moderne"
    SS 16 Vorlesung "Einführung in die Kinder- und Jugendliteratur"
      Seminar "Kinderlyrik"
      Seminar "Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur"
      Forschungskolloquium "Das Kunstmärchen in der europäischen Literatur des 18. und 19. Jh."

    Staatliche Universität Samara (Russische Föderation)

    WS 15/16 Seminar "Stereotype und Interkulturalität am Beispiel der Textsorte Reiseführer"
      Seminar "Deutschland im 20. Jahrhundert: Geschichte und Literatur"

    Universität Würzburg

    SS 15 Übung "Examensvorbereitung" (LA Gym)
      Übung "Gattungen"
    WS 14/15 Hauptseminar "Sturm und Drang"
    WS 13/14 Übung "Examensvorbereitung" (LA Gym)
    SS 13 Übung "Examensvorbereitung" (LA Gym)
    WS 12/13 Übung "Examensvorbereitung" (LA Gym)
      Übung "Gattungen"
      Hauptseminar "Realismus"
    SS 12 Hauptseminar "Literatur und Kultur der DDR"
      Übung "Gattungen"
    WS 11/12 Hauptseminar "Christoph Hein"
      Übung "Gattungen"
    SS 11 Hauptseminar "Semantik und Semiotik in der Literaturwissenschaft"
      Hauptseminar "Thomas Mann: 'Der Zauberberg'
      Übung "Topik und Formen"
    WS 10/11 Hauptseminar "Literaturtheorie"
      Übung "Topik und Formen"
    WS 09/10 Proseminar "Literatur der DDR"
    SS 09 Proseminar "Thomas Mann: 'Buddenbrooks' und 'Der Zauberberg'"
    WS 08/09 Proseminar "Literatur der DDR"
    SS 08 Proseminar "Literatur und Medizin"
    WS 07/08 Proseminar "Das Frühwerk Thomas Manns"

    Universität Leipzig

    WS 04/05 Proseminar "Literaturtheorie"
    1999-2003 Tutorien "Einführung in die Semantik"
    1999-2003 Tutorien "Logik für LinguistInnen"

    Betreute Abschlussarbeiten

    Aufgeführt sind nur von mir als Erstgutachterin betreute, abgeschlossene Arbeiten.

    Masterarbeiten

    Franziska Weinberger: Genderspezifische Aspekte im postmodernen Adoleszenzroman. Eine vergleichende Analyse von Tamara Bachs „Marsmädchen“ und Paulus Hochgatterers „Wildwasser“ (2020, Universität Leipzig).

    André Sömisch: Manie – Depression – Bipolarität. Thomas Melles „Die Welt im Rücken“ als literarische Autopathographie (2019, Universität Leipzig).

    Laura Wendler: Die Darstellung der Frau in der Dystopie. Ein Vergleich von Suzanne Collins' „Die Tribute von Panem“ und Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ (2019, Universität Leipzig).

    Clara Noack: „... die Widersprüche in die Märchen zurückdenken“. Narrative Strategien und erzähltechnische Besonderheiten in Franz Fühmanns Märchenerzählungen für Kinder (2019, Universität Leipzig)

    Anna Römer: „Oft sprechen die Bücher von anderen Büchern“. Eine Analyse der Intertextualität im Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco (2019, Universität Leipzig).

    Isabell Rastig: Die Darstellung des Todes in der Kinderliteratur der Gegenwart (2017, Universität Leipzig).

    Eva Nürmberger: Gewalt in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm (2017, Universität Leipzig).

    Bachelorarbeiten

    Rachil Chouliara: Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“ Eine Figurenanalyse von Edgar Wibeau (2018, Universität Leipzig).

    Jasmin Klein: Die Konstruktion der Phantasiewelt in Michael Endes "Die unendliche Geschichte" (2018, Universität Leipzig).

    Jessica Hornig: Eine analytische Betrachtung des Frauenbildes anhand ausgewählter Figuren in den Werken "Michel aus Lönneberga" und "Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren (2018, Universität Leipzig).

    Friederike Heidenreich: Die Vollkommenheit der Mütter – Eine kritische Betrachtung weiblicher Figurenbilder anhand ausgewählter Werke Erich Kästners: „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“ und „Das doppelte Lottchen“ (2018, Universität Leipzig).

    Laura Wendler: Serielles Erzählen im Medienverbund am Beispiel von Stefan Wolfs TKKG-Büchern mit ausgewählten Bänden (2017, Universität Leipzig).

    Leonie Jankowski: Dystopieromane der Kinder- und Jugendliteratur als All-Age-Lektüre am Beispiel von Gudrun Pausewangs "Die Wolke" (2017, Universität Leipzig).

    Lisa-Marie Carmen Scheller: Zur literarischen Namengebung und deren Funktion in „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers (2017, Universität Leipzig).

    Celia Woitas: Moralische Aspekte in den Liedern von Disneyfilmen am Beispiel der Lieder "Probier’s mal mit Gemütlichkeit" und "Farbenspiel des Winds" (2017, Universität Leipzig).

    Staatsexamensarbeiten

    Justin Laqua: Kästner und das Glück – Konzepte gelungener Kindheit und deren literarische Gestaltung in ausgewählten Werken  (2020, Universität Leipzig).

    Franziska Goldammer: Harry Potter – Analyse eines literarischen Phänomens (2019, Universität Leipzig).

    Elisabeth Hamann: Die Entwicklung der Moral und Didaktik in Erich Kästners Kinderbüchern im Zeitraum zwischen 1928 – 1949 an den Werken „Emil und die Detektive“, „Das fliegende Klassenzimmer“ und „Das doppelte Lottchen“ (2019, Universität Leipzig).

    Nadine Lossie: Narrative Ethik in Dystopien der Jugendbuchliteratur. „Cassia & Ky – Die Auswahl“ (2019, Universität Leipzig).

    Philip Reiczi: Degeneration und Alkoholismus im sozialen Drama „Vor Sonnenaufgang“ von Gerhart Hauptmann (2019, Universität Leipzig).

    Noreen Sell: Narration in Computerspielen. Eine narratologische Analyse des Point-and-Click-Adventures „Harveys neue Augen“ (2019, Universität Leipzig).

    Lydia Stahl: Die Lesarten internationaler Kinder- und Jugendliteratur in der DDR. Untersucht an Gianni Rodaris „Zwiebelchen“ (2019, Universität Leipzig).

    Eva-Maria Berger: Krankheitsmotive in Thomas Manns „Doktor Faustus“ (2019, Universität Leipzig).

    Julia Damerau: Dystopien in der Kinder- und Jugendliteratur: Mädchenrollen in ausgewählten Werken (2018, Universität Leipzig).

    Julia Reimann: Die Darstellung des Holocaust in der neueren Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Gudrun Pausewangs "Reise im August" und Mirjam Presslers "Malka Mai" (2018, Universität Leipzig).

    Cord Egger: Holocaust in der KJL der Nachkriegszeit – Ein Vergleich zwischen Literatur der DDR und BRD anhand von Walter Kaufmanns "Stefan – Mosaik einer Kindheit" (1966) und Hans Peter Richters "Damals war es Friedrich" (1961) (2018, Universität Leipzig).

    Sophia Wulff-Woesten: Lektüre im Deutschunterricht. Einfluss politischer Umbrüche des 20. Jahrhunderts am St. Augustin zu Grimma (2018, Universität Leipzig).

    Lisa Becker: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Vermarktung des Crossover in Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von J.K. Rowlings "Harry Potter" (2018, Universität Leipzig).

    Tobias Curth: Die Begegnung der Kulturen in Karl Mays "Winnetou I" und die daraus resultierende Entwicklung Old Shatterhands. Eine Untersuchung zum Aufeinandertreffen indianischer und europäischer Lebensweisen (2018, Universität Leipzig).

    Jasmin Stegemann: Die Dystopie in der Kinder- und Jugendliteratur: Ein Vergleich zwischen Suzanne Collins’ "Die Tribute von Panem"-Trilogie und Ursula Poznanskis "Eleria"-Trilogie (2017, Universität Leipzig).

    Saskia Lehnert: Die Wahrheit und ich – Identitätskonflikte. Der Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod in der Kinder- und Jugendliteratur in Bezug auf kindliche und adoleszente Persönlichkeitsstrukturen (2017, Universität Leipzig).

    Livia Alexander: Das Motiv des fremden Kindes in der Kinder- und Jugendliteratur. Analyse von Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" unter Bezugnahme auf E.T.A. Hoffmanns "Das fremde Kind" (2017, Universität Leipzig).

    Carolin Nitsch: Krankheit und Sterben in der Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Patrick Ness/Siobhan Dowds "Sieben Minuten nach Mitternacht" (2017, Universität Leipzig).

    Lydia Peters: "Tut sterben weh?" – Krankheit, Trauer und Tod in der Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Susan Varley "Leb wohl, lieber Dachs" und Amelie Fried/Jacky Gleich "Hat Opa einen Anzug an?" (2017, Universität Leipzig).

    Dana Schwabe: "Und wenn sie nicht gestorben sind …": Darstellungen von Glück in ausgewählten Märchen der Brüder Grimm (2017, Universität Leipzig).

    Juliet Zeiner: Darstellung der familiären Strukturen in Adoleszenzromanen (2016, Universität Leipzig).