Intern
    Lehrstuhl für Computerphilologie und Neuere Deutsche Literaturgeschichte

    Poesiealbum
    der Lousie von Thüngen


    Projektbeschreibung

    Gegenstand des Projekts ist das Poesiealbum einer adligen Dame namens Louise Friederike Anna von Thüngen. Das Poesiealbum beginnt im Jahre 1850, der letzte Eintrag wurde im Jahre 1871 datiert. Die meisten Einträge im Album stammen von Angehörigen aus dem süddeutschen Adel, darunter die Mutter Adolphine v. Thüngen geb. Freiin von Zobel und vielen anderen Mitgliedern der Familie, als auch aus dem Bekanntenkreis. Neben den zahlreichen deutschen Einträgen, findet man auch vier in Englisch und sieben in französischer Sprache. Die Orte sind überwiegend Würzburg, Roßbach, Weißenbach oder Brückenau, vereinzelt sind aber auch Städte wie Frankfurt oder Mißtroy darunter. Das Projekt hat das Ziel, das Poesiealbum in einer digitalen Edition visuell ansprechend zu präsentieren. Die Scans sollen zunächst wie das Buch im Original durchgeblättert werden können. Des Weiteren sollen die transkribierten Texte mit den Bildern in Verbindung stehen, sodass beim Klick auf den digitalen Text das Bild miterscheint und umgekehrt. Zu den Personen werden Links miteingebunden, die auf weitere Informationen, falls solche vorhanden sind, verweisen sollen. Da die Bearbeitung des gesamten Albums den Rahmen des Projekts sprengen würde, reduziert sich die Zahl der transkribierten und kodierten Einträge auf elf. Das bietet jedoch die Möglichkeit, folgenden Generationen von DH- Studenten, daran weiterzuarbeiten und gegebenenfalls zu vervollständigen.

    Produktionsschritte

    Da zunächst eine andere Quelle für das Projekt vorgesehen war, soll an dieser Stelle auf die DFG- Richtlinien verwiesen werden. Darin bieten sich einige Hilfestellungen und Tipps an, wie zum Beispiel der Ratschlag, dass man sich zunächst darüber kundig machen sollte, ob das in Aussicht gestellte Objekt nicht bereits zuvor von einer anderen Person in irgendeiner Weise verarbeitet wurde. Meist kann man sich somit einiges an mühseliger Arbeit ersparen. Die DFG- Praxisregeln „Digitalisierung“ finden Sie hier.

    Die Suche nach einem neuen geeigneten Projektgegenstand führte in die Handschriftenabteilung der Universität Würzburg. Da das Interesse der Bibliothek ebenso in der Nachhaltigkeit seiner Bestände liegt, ergab sich die Möglichkeit im Digitalisierungszentrum der Universität das Album selbst zu scannen. Dabei wurden die Metadaten der Bilder gleich miteingebracht. Diese mussten im Nachhinein noch etwas bearbeitet werden, obwohl der Umgang mit der Scanner- Software nicht außerordentlich anspruchsvoll ist, haben sich trotz allem Fehler beim Scannen eingeschlichen. Auch eine nachträgliche Bildbearbeitung der einzelnen Scans, wie Zuschneiden, Drehen oder Kontrastverstärkung, ist von Nöten. Die Originale wurden im TIF- Format gespeichert , zur Darstellung auf dem Browser ist aber die Umwandlung in ein JPEG- Format von Vorteil. Nach diesen Arbeitsschritten folgte die Transkription. Zunächst wurden Einträge herausgesucht, die eine mehr oder weniger akzeptable Handschrift aufwiesen. Die Schrift der meisten Einträge ist in Sütterlin verfasst. Nach einiger Einarbeitung fiel das Transkribieren immer leichter und machte zum Ende hin auch Spaß. Die Transkriptionen mussten in der Weiterverarbeitung nach dem TEI- Standard kodiert werden, um die Nachhaltigkeit der elektronischen Texte zu gewährleisten. Zur Kodierung und Umsetzung wurde der Oxygen XML- Editor herangezogen. Im Dokument findet sich bereits die Verknüpfung zum jeweiligen Scan. Dies ermöglicht, dass der digitale Text und das Original immer zueinander in Verbindung stehen und nicht verloren gehen. Als nächster und letzter Schritt steht noch die Visualisierung auf dem Browser bevor, die durch XHTML realisiert werden soll.

    Zeitplan und Stand im November 2011

    Juni - August: September - Oktober: November- Dezember:
    Quelle digitalisieren, Bildbearbeitung Transkription,
    Kodierung
    Gestaltung für den Browser und Fertigstellung

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    Ilga Dietz

      

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